Khartum-Prozess

Der Khartum-Prozess ist ein Dialogprozess entlang der östlichen Migrationsroute über das Mittelmeer zwischen der EU, der Afrikanischen Union (AU), sieben afrikanischen Herkunftsstaaten (Äthiopien, Dschibuti, Eritrea, Kenia, Somalia, Sudan, Südsudan) sowie zwei Transitstaaten (Ägypten, Tunesien). Der offizielle Titel lautet „EU-Horn of Africa Migration Route Initiative“. Im Jahr 2014 initiiert wollen die Mitglieder u.a. irreguläre Migrationsbewegungen zurückdrängen, Menschenhandel und Schmuggel bekämpfen und nationales Migrationsmanagement stärken. Die deutsche Bundesregierung spielt als Mitglied im Lenkungsausschuss eine federführende Rolle. Kritisiert wird der Prozess u.a., weil er Schutzansprüche von Migrant*innen kaum berücksichtigt. Zur Website