Frontex

Frontex wurde 2004 als „Europäische Agentur für die operative Zusammenarbeit an den Außengrenzen der EU“ gegründet und 2016 mit einem erweiterten Mandat in „Europäische Agentur für Grenzschutz und Küstenwache“ umbenannt bzw. neugegründet. Frontex unterstützt die EU-Mitgliedsstaaten sowie die Schengen-assoziierten Länder bei der Kontrolle von Migrationsbewegungen, beim Schutz der Außengrenzen und bei der Bekämpfung grenzüberschreitender Kriminalität. 2017 verfügte Frontex über einen Soforteinsatzpool von mindestens 1.500 Grenzschutzbeamten. Die EU-Agentur wird aus dem EU-Haushalt und aus den Beiträgen der assoziierten Länder finanziert (Gesamthaushalt Frontex 2017: 44 Mio. Euro). Der Exekutivdirektor von Frontex ist Fabrice Leggeri, der Sitz der Agentur ist Warschau / Polen. Menschenrechtsorganisationen wie Pro Asyl kritisieren aus menschenrechtlicher Perspektive das seit einigen Jahren erweiterte Mandat von Frontex, insbesondere die Frontex-Aufgaben im Bereich der Rückführung, und die Beteiligung von Frontex-Mitarbeitenden an illegalen Zurückweisungen an der Außengrenze ohne Prüfung der Schutzbedürftigkeit (sog. Push-backs). Zur Website